Die weitere Entwicklung

Von 1973 an errichtete das KfH Dialyse-
zentren, in denen auch Patienten, die für
eine Heimdialyse nicht in Frage kamen,
dialysiert werden konnten. Das KfH
betreibt heute bundesweit über
200 nephrologische Einrichtungen.

Parallel zum Ausbau der Dialysever-
sorgung entwickelte sich seit Anfang der
70er Jahre die Nierentransplantation als
zunehmend erfolgreiche Alternative in der
Nierenersatztherapie. 1976 wurden in München im
Rahmen des Modellversuchs "Transplantations-Organisation" gemeinsam mit den bayerischen Krankenkassen, dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und den Münchener Universitätskliniken die organisatorischen Voraussetzungen für eine kontinuierliche Steigerung der Zahl an Nierentransplantationen geschaffen. Nach durchschnittlich nur 100 Nierentransplantationen pro Jahr in der Zeit von 1970 bis 1975 konnten auf der Grundlage dieses Modells und seiner Weiterführung in allen Bundesländern
10 Jahre später bereits 1.275 Nierenübertragungen (einschl. Lebendspenden) in Westdeutschland durchgeführt werden.

Mit Hilfe des 1979 auf Initiative des KfH gegründeten Arbeitskreis Organspende wurde darüber hinaus beständig auf eine größere Bereitschaft der Bevölkerung zur Organspende hingearbeitet. 1984 gründete das KfH die gemeinnützige Deutsche Stiftung Organtransplantation. Sie übernahm die Organisation der Organspende und unterstützt seither die Transplantationsmedizin. Seit Juli 2000 ist die DSO unabhängig vom KfH Koordinierungsstelle für Organspende nach § 11 des Transplantationsgesetzes und damit für die bundesweite Organisation der Organspende verantwortlich.

Um auch den Ursachen für Nierenversagen entgegenzu-
steuern, wurde 1982 mit Unterstützung des KfH die berührungsfreie Nierensteinzertrümmerung – Lithotripsie – eingeführt. Dabei handelte es sich um das weltweit erste nicht-invasive Verfahren zur Behandlung von Nierensteinen.

1989, nach dem Fall der Mauer, leistete das KfH mit großem finanziellen und personellen Einsatz Soforthilfe in den neuen Bundesländern, um dort die Gesamtversorgung chronisch nierenkranker Patienten sicherzustellen und eine zukunftsfähige Versorgungsstruktur in der Nephrologie aufzubauen.

KfH-Patienten mit besonderen finanziellen Problemen oder Schwierigkeiten unterstützt das KfH mit der im Jahr 2000 gegründeten "KfH-Stiftung Nothilfe für Nierenkranke".




Letzte Änderung: 20.09.2007, nächste Prüfung: 20.09.2008
Erstellt: 01.05.2005



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